© Wurzelwasser Records 2020

SEHNSUCHT IST EIN SCHARFES SCHWERT

Sehnsucht ist a scharfes Schwert, wann du hoamwärts gehst

Warmes Licht und weiches Gras, auf dem Weg der hoamwärts geht

 

Manchmal spür' I einen Teil von mir

Der mir sagt: „I muss jetzt geh'n!“

Alles was bleibt vom alten Leb'n

Ist der Weg der hoamwärts geht

WURZELWASSER

Jeder Baum, der hat a Wurzel

Jeder Vogel hat a Nest

Jedes Lied, des hat a'n Anfang

Jedes Dorf, des hat sein Fest

Jedes Kind, des hat a Mutter

Jedes Leb’n hat a End'

Jeder Mensch, der hat a Herz

Ja und normal hat er zwei Händ'

 

Jede Wurzel braucht a Wasser

Jedes Leben braucht a'n Sinn

I spür’s auf bestimmte Weise

Wann I auf der Suche bin

Jede Wurzel braucht a Wasser

Jedes Leben braucht a'n Sinn

Mir geht ’s besser, wann I auf der Reise bin

 

Jeder Topf, der hat a‘n Deckel

Jede Freiheit hat ihr‘n Preis

Jedes Schiff, des hat a‘n Anker

Jeder Zug, der braucht a Gleis

Jede Liebe wirft a‘n Schatten

Jeder Schatten braucht a Licht

Jede Münz’n hat zwei Seiten

Jede Seite hat ihr G’sicht

 

Und wann der letzte Vogel fliegt

Und wann des letzte Einhorn stirbt

Und wann du mich dann nimmer kennst

Dann bin I bloß a halber Mensch

HIMMEL IST WEIT

I bin unterwegs, auf einem harten Stein

I bin auf dem Weg, ganz allein

 

Und wann ’s dunkel wird, beginnt mein Spiel

Die Stadt leucht‘ auf und die Welt steht still

 

Der Himmel ist weit

Und mein Herz ist klein

Mach d‘ Augen auf

Dann wird’s mir klar

 

Ja die guten Tag‘, hab I längst verpennt

Wann d' Erden bebt, und wann ’s Wasser brennt

 

Ja die Anderen sag’n, 's Leben ist hart

Weil der Tod, schon auf dich wart‘

 

I bin unterwegs, wurscht wohin

I glaub I merk ’s, wann I dort bin

DEIN LEB'N

Du hast nie g’macht, was die Anderen wollten

Ja des war nie dein Ding

A eig‘nes Leb'n, davon hast viel g‘halten

Du warst dein eigener King

A ruhige Kugel, wie die Alten

So fad und angenehm

Ja des hat für dich eh nie 'golten

Des war dein Leb'n

 

Wurscht wohin, wurscht wie weit, wurscht mit wem

Es hat alles seinen Sinn

Wurscht wohin, wurscht wie weit, wurscht warum

Da steckt so vieles für uns drin

 

Du hast nie g’laubt, was die Anderen sag‘n

Des war dir zu bequem

Du hast dein' eig'nen Kopf rum‘trag‘n

Egal wohin und mit wem

Die Schönheit war dein eig‘ner Stolz

Und du hast immer geb‘n

So viele G’schichten, soviel Bilder

Des war dein Leb'n

SAUSCHÖNER TAG

Ja heut' ist wieder so a sauschöner Tag

Den I am liebsten nur mit dir teilen mag

Alles himmelblau die Wolken hab'n sich verzogen

Die schlechte Stimmung und die Angst ist verflogen

 

Ja heut' ist 's Leben wieder leiwand und schön

Kein Regentropfen und kein' Flocke aus Schnee

Die Sonn' scheint hell und heiß so könnt ’s immer sein

A Sommerabend und a Flaschen voll Wein

 

Weil heut' ist so a sauschöner Tag

Den I ganz gern mit dir teilen mag

 

Und wann du ’s immer noch nicht glaubst

Dann hör gut zu und pass' gut auf

LÄCHELN

Manchmal liegst unten und dann liegst wieder oben

Manchmal fällst hin und dann stehst wieder auf

Manchmal tut ’s weh und dann brauchst deine Drogen

Bier, Schnaps und Wein, ja des nimmst dann in Kauf

 

Dann kommt die Zeit, wo du wieder die Sonn' spürst

Dann kommt die Zeit, wo der Wein wieder schmeckt

Dann kommt die Zeit, wo des Glas halb voll ist

Wo haben sich bloß all die Zeiten versteckt?

 

So wie a Stern, der ganz hell leucht' am Himmel

So wie a Wort auf einem Blatt Papier

So wie a Tag, der ganz neue Ideen hat

So wie a G'fühl, des ganz tief steckt in dir

So wie a Lächeln, a Lächeln von dir

GEDANKEN SIND FREI

Denk nicht nur an Morg‘n, vergiss all deine Sorg'n

Durch Grübelei und Neider, kommt man oft nicht weiter

Schau immer nach vorn, sonst hast dein' Weg verlor'n

Kopf in Sand, ja leider, bringt dich oft nicht weiter

 

Mach dein' Mund auf und red'

I möcht‘ hör’n wie ’s dir geht

Mach dein Mund auf und red'

Auch wenn ’s keiner versteht

 

Die Gedanken sind frei, die Gedanken sind frei

So frei, die Zeit geht nie vorbei

 

Ob bei Tag und Nacht, die Sonn' herunterlacht

Kann man auch in Bayern, leider Gott‘s nicht steuern

Wer frei ist hat die Macht, ob Anzug oder Tracht

Muselmann und Pfaffe, des weiß doch jeder Affe

 

Jeder Mensch ist gleich, arm, verrückt und reich

Nachbarn, Weltenbürger, Schwestern oder Brüder

Sandler oder Scheich, sind eins im Himmelreich

Des Leb’n geht auf und nieder, d'rum singen wir unsere Lieder

EINFACH LEB'N

(Text: Martin "Spider" Barth)

Ja I dua versteh', jeder muss mal geh' - irgendwann

Wenn wir z'sammen san‘, weiss I wir sind a mal dran

I bin ein reicher Mann, weil I ein paar aufzähl'n kann, die wo I lieb‘

Manche Leut‘ hab‘n oan und and're de hab‘n koan um sich

 

Bleib bei mir, dass I dich spür‘

 

So eing´fahr‘n wie I bin, weiss I oft nicht wohin – na,na

Doch hinter alledem, steckt nur ein g'wöhnlich's Leb'n – ja,ja

I will koa‘m mehr weh dua, passiert doch eh schon g‘nua auf dieser Welt

Und I hab‘ in mei'm Herz, keine Kraft mehr für ein‘ Schmerz – na,na

 

Bleib bei mir, dass I dich spür‘

Halt‘ meine Händ‘, lass uns einfach leb'n

 

Hab‘ I dir je g'sagt: „I brauch dich!“

Hab‘ I dir je g'sagt: „I will dich!“

G'wiss nicht, weil I so ein Narr bin, so eing'fahr'n und eigen, ist wahr

Jetzt wird‘s mir klar

 

I spür 's an jedem Tag, dass I alles an dir so mag – ja,ja

Weil du immer alles gibst und selber nie was nimmst – na,na

 

Nie was nimmst, alles gibst

 

Hab‘ I dir je g'sagt: „I brauch dich!“

Hab‘ I dir je g'sagt: „I lieb‘ dich!“

G'wiss nicht, weil I so ein Narr bin, so eingfahr'n und eigen, ist wahr

Jetzt wird‘s mir klar

 

Bitt‘schön bleib bei mir, dass I nimmer frier

Halt mich bis zum End, wir werd'n uns drüb'n dann sehn

FREIER MANN

I hab ihn getroffen auf der Autobahn, er hat g’sagt er ist ein freier Mann

Und ob I nicht eine Zigarette hätt'

Er ist schon länger unterwegs, auf der Suche wie 's weiter geht

Er hat noch kein‘ gefunden der ihn versteht

 

Er sagt zu mir, er muss da raus

Läuft einiges schief und nicht grad aus

Und wann du einmal hast verschissen

Dann kommst du nicht aus dem Schlamassel raus

 

Und er hat 'zittert vor lauter Reg’n

Die Wolken groß und die Tropfen so hart

Und er hat Angst g’habt um sein Leb’n, er braucht an Neustart!

 

Und er hat g’sagt er braucht ein‘ neuen Job, irgendwo in München

Und ist schon auf dem Weg dort hin

Er hat schon viele blaue Flecken

Und schon Einiges erlebt

 

Er hört auch gern die alten Lieder

Und hat auch viele Platten g’habt

Und dann hab I ihm was vorg’spielt

Dann hat er g’weint, dann hat ’s ihn 'packt

 

Er hat erzählt von einer Bar in Schwabing

Gott, wär er jetzt gern da drin

Und das des Reisen nicht sein Ding wär

Ja irgendwann find' er sein Ziel

 

Und wann die Nacht schon furchtbar lang war

Die Zeit war knapp, es war schon spät

Dann hat mir er ganz tief in d’ Augen g‘schaut

Und hat g‘sagt: „Glück und Liebe auf deinem Weg!“

FEUER

I fahr' in meinem alten Benz, dreh‘ auf des Radio

I zieh' dich her zu mir, doch du sagst laut: „Na!“

Du sagst du magst jetzt nicht, doch I glaub‘ du lügst

Weil wenn du küsst - ohhh - Feuer

 

Es ist schon spät am Abend, I bring‘ dich heim zu dir

I sag‘ I möcht‘ gern bleib‘n, doch du wärst gern allein

Du sagst du liebst mich nicht, doch I spür‘ dein warmes Feuer

Weil wenn du küsst - ohhh - Feuer

 

I halt‘ dich fest schon von Anfang an

Wie ein‘ Fisch im Netz, kleb‘ I an dir dran

Meine Nerven spiel‘n heut nur Katz und Maus

Deine Lippen brennen, doch des Feuer ist aus

 

Romeo und Julia, Samson und Delilah

Baby, du kannst es ruhig glaub‘n, konnten nicht ohne Liebe sein

Dein Mund, der sagt zwar: „Geh!“, doch dein Mund der lügt

Weil wenn du küsst - ohhh - Feuer

HERZ AUS GOLD

I will nur leb'n

I will nur geb'n

Bin auf der Suche nach einem Herz aus Gold

Sind so Versprechen, die niemals werd'n

 

Bin auf der Suche nach einem Herz aus Gold

Langsam werd' I alt

 

I war in Hollywood

I war in Eilsbrunn

War auf der Suche nach einem Herz aus Gold

Steckt in mir drin, ein höherer Sinn

HYMNE

Die Täler tief und die Berg' sind so hoch

Wann du ’s wirklich wissen willst, dann musst zuhör'n und ganz leise sein

Du stehst ganz ob’n mit der Nase im Wind

Du versuchst zu flieg'n aber kommst vielleicht nie an

Du versuchst zu flieg'n aber kommst vielleicht nie an

 

Ist gekommen wie a Vogel so frei

Die Leut' hab’n g‘meint, des muss a Wunder sein

Ist gekommen wie a Vogel so frei

Die Leut' hab’n g‘meint, des muss a Wunder sein

Die Leut' hab’n g‘meint, des muss a Wunder sein

 

Hat g'lebt und g'lacht und hat G'schichten erzählt

Hat g’sagt er ist ganz sicher unser Freund

Hat g’lebt und g’lacht und hat G’schichten erzählt

Hat g’sagt er ist ganz sicher unser Freund

Hat g’sagt er ist ganz sicher - unser Freund

 

Am End' vom Lied hab'n wir ihn g’nagelt an ’s Kreuz

Das Grabtuch war der einzige Beweis

Vielleicht kommst drauf, wann du ’s wirklich begreifst

Du kannst nur flieg'n wann du wirklich daran glaubst

Du kannst nur flieg'n wann du wirklich daran glaubst

DE STADT DE I MAG SO GERN

In mei'm ganz'n Leb'n, werd' I allweil seh'n

De Stadt, de I mag, de I mag so gern

Wo wir g'spielt hab'n mit'm Ball, in der alten Turnhall'

Wo wir g'lacht hab'n so laut und so gern

Und dann hoam durch'n Reg'n, durch die Nacht, nichts hast' g'sehn

An der Kirch'n vorbei und über d‘ Gleise

Das war'n sauschöne Tag, so wie’s jeder gern mag

In der Stadt, de I mag so gern


Und schon am frühen Morg'n, hörst des Feuerwehr Horn

Und die Glock'n vom Turm, ja der Mesner läut' Sturm
Sind die Männer in d' Hack'n und die Kinder in d’ Schul'

Hab'n mit 4 Buchstab‘n g'wetzt auf ’m Stuhl

Ja des Geld war mal knapp, mal warst fit, mal warst schlapp

Aber nie hab I vergessen wo I herkomm'

Weil ganz tief in mir drin, war I stolz wer I bin

In der Stadt, de I mag so gern


A ganz b'sonderer Duft, lag in weiß-blauer Luft

A gemeinsamer Code, den jeder verstand'n hat

I vergess‘ nie den Tag, nie die Stund', ja wie I’s mag

I hab g'spielt ganz allein für uns zwei

Hab mei' Jugend verbracht, hab mir nichts daraus g'macht
Was I g'habt hab, hab I nicht sehr gern verlass'n

Hab viel g'lernt über's Leb'n, hab gelitten und vergeb'n

In der Stadt, de I mag so gern

 

Wann I heut' wieder komm', ja dann schau' I mich um

Riech' die gleich'n Gerüch', hör dieselben alten Sprüch'

I war fort, du warst da, war weit weg und doch ganz nah

Heute hier, morgen dort, gestern da

Bist mein Stolz, mein Revier, bin a weg ganz bei dir

Und das hab I erst ganz spät am Abend begriffen

Hab die Zeit nie bereut und I mag a die Leut' - In der Stadt, de I mag so gern

AUF EUCH

Für‘s Lach'n und für‘s traurig sein

Für‘s Weinen und auf‘s Leb'n

Für’n Reg'n und auch für’n Sonnenschein

Auf Euch und Auld Lang Syne

 

Für’s Klatsch'n und für’s Applaudier'n

Für’s Zuhör'n und Versteh'n

Für’s Herz, egal an welchem Fleck

Auf Euch und Auld Lang Syne

G'MAHDE WIESN

Ja die Welt ist a g'mahde Wiesn

Ja die Welt ist a buntes Haus

Ja die Welt ist a g'mahde Wiesn

Ja die Welt ist a Blumenstrauß

 

Darum pass' auf sie auf und hör ihr gut zu

Die Welt braucht ihren Fried'n, ja die Welt braucht ihr' Ruh'

 

D'rum pass recht schön auf und hör mir gut zu

I lass' dir keinen Fried'n, na I lass dir keine Ruh'

 

Ja die Welt wär a g'mahde Wiesn

Ja die Welt wär a buntes Haus

Ja die Welt wär a g'mahde Wiesn

Ja die Welt wär a Blumenstrauß

 

Nur wann du ’s a willst und wann du ’s begreifst

Das jeder Mensch gleich ist, schwarz oder weiß

 

Dann wär die Welt auch a g'mahde Wiesn

Dann wär die Welt auch a buntes Haus

Dann wär die Welt auch a g'mahde Wiesn

Dann wär die Welt auch a Blumenstrauß

 

 

Eine "g'mahde Wiesn" heißt im Bayerischen sowohl eine gemähte Wiese als auch umgangsprachlich "ein Vorhaben, das nicht schief gehen kann" - "eine todsichere Sache"