© Wurzelwasser Records 2020

FREI

 

Frei, wie der Wind, is des nächste was i sein möcht

Frei wie der Wind

 

Hoam, hoam und frei

Wann der Vogel fliegt zum Nest, bin i mit dabei

 

Was is mit uns passiert

I hab's no net kapiert

Du und i war nur vielleicht für immer

Wo habn wir uns verlorn

Bin i für di scho gstorbn

Mit dir war i so frei, so

 

WUNDERWAND

Hör zu, es lasst mir keine Ruh, dass des Feuer in dir nicht mehr brennt

Alles grau, das Herz ist schon ganz blau, die Atmung stockt, der Puls der rennt

Du glaubst doch nicht das irgendjemand so verschossen ist wie i in dich

 

Pass auf, die Sonn die geht bald auf und was dunkel war wird langsam hell

Frag net, es ist schon langsam spät und des Licht des ist so furchtbar grell

Du glaubst doch net das irgendjemand so verschossen ist wie i in dich

 

An jedem Tag da fängst du neu von vorn an

In jeder Stund, jeder Sekund von vorn an

Es gibt so viel zum redn und sagn

Doch i weiß net wie 's geht, i weiß net wie 's geht

 

I sag manchmal

Bist du für mich ein Wunder, manchmal

Nach all der Zeit

Hab i nichts bereut

 

Hör zu, es lasst mir keine Ruh, dass des Feuer in dir nicht mehr brennt

Alles grau, das Herz ist schon ganz blau, die Atmung stockt, der Puls der rennt

Du glaubst doch nicht das irgendjemand so verschossen ist wie i in dich

 

Ich sag manchmal

Bist du für mich ein Wunder, manchmal

Ein wundervolles Wunder, manchmal

Bist du für mich ein Wunder, manchmal

Ein wundervolles Wunder

 

 

 

AUF TOUR

 

Wie ein Blattl im Wind, wie ein 5-jährigs Kind

Wie ein Vogel am Baum, war schon immer dein Traum

Wie ein Drachn am Fadn, hat ’s dich immer forttragen

Wie ein Fisch hin und her, hat ’s dich zogen über ’s Meer

 

Du bist wieder auf Tour

Und es lasst dir keine Ruh

Und du denkst dir, des ghört halt dazu

 

Bist nie lang auf einem Fleck, für dich hat des kein Zweck

Bleibst net steh, hörst nie auf und nimmst alles in Kauf

Heute hier, morgen dort, kaum bist da zieht ‘s dich fort

Wie ein Schatten im Licht, wie ein Duft den 'st kaum riechst

 

Du bist wieder auf Tour

Und es lasst dir keine Ruh

Und du denkst dir, des ghört halt dazu

 

Du bist wieder auf Tour

Und es lasst dir keine Ruh

Zu deinem Lebn ja, da ghört des dazu

 

Wie ein Blattl im Wind, wie ein 5-jährigs Kind

Wie ein Vogel am Baum, war schon immer dein Traum

Heute hier, morgen dort, kaum bist da zieht ‘s dich fort

Wie ein Schatten im Licht, wie ein Duft den ’st kaum riechst

 

Du bist wieder auf Tour

Und sie hörn dir gern zu

Von dem Gfühl ja da kriegst du nie genug

 

Du bist wieder auf Tour

Und es lasst dir keine Ruh

Und du denkst dir, des ghört halt dazu

MEI ALTE STADT

 

Hab mich verliebt hinter 'm Eisenwerk

Ein' Traum geträumt drobn am Eichelberg

Mein Girl geküsst neben 'm Friedhofs-Grab

Des is mei Stadt, mei alte Stadt

 

Hör die Sirene von der Feuerwehr

Und ein' Zug wie ein Maschinengewehr

I riech die Luft einer Tüte voll Gras

Des is mei Stadt, mei alte Stadt

 

Hab Fußball gespielt in der Ochsnhäng

Und in der Schul den ersten 6er gesehn

So mancher Weg der war net ganz grad

Des is mei Stadt, mei alte Stadt

 

Wolken wandern, Mond der lacht

Katzen jagen durch die Nacht

Und ein Kind des spielt mit 'm Draht

Des is mei Stadt, mei alte Stadt

 

 

 

LEERE G'SICHTER

 

I, schau in all die leeren G'sichter

I, schau in all die leeren G'sichter

 

Elisabet Richter, bückt sich zum Reis in der Kirche wo s' grad geheirat haben und kehrt ‘n z'sam

Steht hinter ’m Fenster, stiert um einand schon a Zeit lang und steht Pfeil grad da. Ist ganz allein!

 

All die leeren G'sichter

Wo kommen s' alle her

All die leeren G'sichter

Die habn keine Heimat mehr

 

Der Pfarrer Hensl , schreibt grad einen Text für eine Predigt die eh keiner hört und auch keinen stört

Schau wie er werkelt. Stopft seine Socken im Dunkeln und niemand geht ’s an. Der arme Mann!

 

Elisabet Richter, tod in der Kirche im Sarg liegt sie da ganz allein. Sonst keiner da

Der Pfarrer Hensl, reibt sich den Dreck von den Händen, weil er kommt grad vom Grab. So eine Plag!

 

 

 

HALLELUJAH

 

I hab gehört es gibt einen Ton

Für den kriegt man vom Herrgott Lohn

Sag ist des für dich wichtig, ist des wichtig?

Der geht dahin in C und As, vermindert und im Übermaß

Verwirrt, verloren sing i des Hallelujah

 

Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah

 

Für sie hast du deinen Glauben verloren

Dein Herz ist nur für sie geboren

Die Schönheit und des Mondlicht waren der Wahnsinn

Sie hat dich gefesselt, hat dich gelähmt, mit ihren Waffen hat s' dich zähmt

Für sie nur singst du heut des Hallelujah

 

Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah

 

Du sagst es macht für dich keinen Sinn

Und i weiß net mal wer i bin

Und wenn ich 's wüsst, sag, wär ’s dann für dich wichtig?

Es steckt eine Kraft in jedem Wort, gesagt, egal an welchem Ort

Des helle und des dunkle Hallelujah

 

Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah

 

Hab ’s ausprobiert, nicht lang studiert

Hat nicht ganz gereicht, hab ’s kaum kapiert

Die Wahrheit ist flexibel, so ein Jammer

Und komm i von der schiefen Bahn und steh vor unserem Herrgott dann

Mit nichts und niemand, nur dem Halleluja

 

 

 

LEBENSLÄNGLICH

 

Jetzt steh i da

Verlaufen und verlassen

Streif durch den Tag

Durch unbekannte Gassen

Denk an die Zeit

Wir konnten 's Glück kaum fassen

Es zerreißt mich heut

Wie die Bilder doch verblassen

Und könnt i nur

Die Zeit ein wenig verschieben

Die Finger der Uhr

Ein kleines Stück verbiegen

Ich möchte dir

So furchtbar viel noch geben

Jetzt heb ich ’s auf

Für ein neues Leben - ohohohohoh

 

I hätt dir so

So furchtbar viel zum sagen

Es steckt ganz tief

Ganz tief in meinem Magen

A falscher Stolz

Mein Mund hab i nie aufbracht

Es tut so weh

Wenn man dann plötzlich aufwacht - ohohohohoh

 

Ich müßte dir

So furchtbar viel noch sagen

Die ganze Zeit

Quälen mich die alten Fragen

Ein falscher Stolz

Und viel zu lang geschwiegen

Es braucht viel Herz

Um sich ein Leben lang zu lieben - ohohohohoh

 

 

 

DURCH

 

Bin wie i bin

Da steck nur i drin

Wann die Sunn sich verkriecht

Dann hab i ein Licht

Der Tag ist durch

Aber i hab mein Spaß

Glaub i bin durch

Oder einfach nur glücklich

 

Denk i bin glücklich, einfach nur glücklich, denk i bin glücklich

 

Das Feuer ist aus

Aber i hab noch Glut

I zieh dich ein

Du tust so gut

Uns zieht 's hin und her

Vor und zurück

Dann wachen wir auf

Und haben einen hangover

 

Haben einen hangover, haben einen hangover, haben einen hangover

 

Tauch in die Sunn

Wie ein Stein

Wünsch dich weg

Das Herz ist klein

I hab gelernt

Es ist net aus

Lösch den Brand

Hol mich raus

 

Denk wir sind glücklich, einfach nur glücklich, denk wir sind glücklich

 

 

 

DURT BIN I DAHAM

 

Wo die Vils in die Naab fließt

Und der Regen in Donau

Wo die Wiesen noch grün sind

Und die Fahnen weiß-blau

 

Wo der Butler sei Maß holt

Fahrt der Bauer das Heu z'samm

Er hat ein' neuen Traktor

Und der Hänger ist dran

 

Durt bin i daham

 

Wo der 9er noch grad ist

Und der Würfel manchmal rund

Wo die Wurst noch vor 'm Käse kommt

Und des Bier ist so gesund

 

Wo am Sonntag der Schweinebraten

Drinnen liegt in der Röhre

Und der Pfarrer die Ministranten

In der Kirche an plärrt

 

Durt bin i daham

 

Wo die Feuerwehr feiert

Weil sie haben heut ein Fest

Und die Musi spielt auf

Und der Schnaps gibt mir den Rest

 

Und der Kater in der Früh

Schleicht am Bettgestell entlang

Wo i flach lieg weil s' mich wieder

Besoffen gemacht haben

 

Durt bin i daham

 

Gott mit dir Land der Bayern

Heimat und Vaterland

Darauf lasst uns anstoßen

Und des im besten Gewand

Weil so jung und so fesch

Kommen wir nicht mehr z'samm

Und wer zahlt die nächste Runde

Glaub der Spider ist dran

 

Ja der Spider ist dran, glaub der Spider ist dran

 

Durt bin i daham

 

 

 

OCHSNHÄNG

 

Es muss ein Sonntag gewesen sein

Ein Tag von hellem Sonnenschein

Es war ein Glückstag ganz gewiss

Wie unsre Ochsnhäng entstanden ist

Es war ein Glückstag ganz gewiss

Wie unsre Ochsnhäng entstanden ist

 

Die Ochsnhäng, ein herrliches Land

Da wird Fußball gespielt, am laufenden Band

A wunderschönes Fleckerl ist 's

Da sind wir gern, des ist ganz gewiss

 

Es muss ein Sonntag

 

Des Liebste ist des Fußballspiel

Irisch oder auch Brasil

Und auf d’ Nacht in d’ Hütte geh

Dann trinken wir Bier, Schnaps oder Tee

 

Es muss ein Sonntag

 

Den Platz wollten 's mähen, ans Tor sind s' gefahrn

Die Stadtarbeiter, die besoffnen Narrn

An Baum haben s' überdüber gemäht

Wie wir kommen sind war 's leider z' spät

 

Es muss ein Montag gewesen sein

Ein blauer Montag obendrein

Sie waren besoffen, sie waren blind

Die Stadtarbeiter wo gekommen sind

Sie waren besoffen, sie waren blind

Die Stadtarbeiter wo gekommen sind

 

In d’ Hütte unserm zweiten Heim

Ist eingebrochen worden, ein so ein Schwein

Wenn man mal erwischen taten

Machen wir aus ihm einen Schweinebraten

 

Es muss ein Freitag gewesen sein

Ein schwarzer Freitag obendrein

Es war kein Glücksfall, ganz gewiss

Dass zweimal eingebrochen worden ist

Es war kein Glücksfall, ganz gewiss

Dass zweimal eingebrochen worden ist

 

Es muss ein Sonntag

 

 

 

SCHWARZER VOGEL

 

Schwarzer Vogel Schnabel auf

Die Flügel sind zerrupft, du wartest schon drauf

Wartest schon drauf

Auf den Augenblick, dann ist 's soweit, dann lass dich rauf

 

Schwarzer Vogel Schnabel auf

Deine Augen sind traurig, mach sie auf

Wartest schon drauf

Auf den Augenblick, dann ist 's soweit, du bist bereit

 

Lass dich rauf, lass dich rauf, dann ist 's soweit ja dann lass dich rauf

 

Schwarzer Vogel, Schnabel auf

Die Flügel haben s‘ dir gerupft, du wartest schon drauf

Wartest schon drauf

Auf den Augenblick, dann ist 's soweit, dann lass dich rauf

 

Lass dich rauf, lass dich rauf, dann ist 's soweit ja dann lass dich rauf

 

Schwarzer Vogel, die Sunn geht auf

Deine Augen sind müde, komm mach sie auf

Wartest schon drauf

Auf den Augenblick, dann ist 's soweit, du bist bereit

Auf den Augenblick, dann ist 's soweit, du bist bereit

Auf den Augenblick, dann ist 's soweit, du bist bereit